Bertelein! Es muss schon schlimm kommen, bis ich Dir endlich einmal schreibe.
Ich bin mit vielen Wochen, ja Monaten, ja Jahren den ersten Tag ganz zu Hause. Eigentlich um meine Wohnung, die tapeziert wurde, ?. … Rings um mich das wahnsinnigste Chaos. Doch ich liege habenlos herum, das Chaos, das inwendig ist, ? und herumwälzend. Hans ist tot, du weisst es. Da gibt es nichts mehr. Keinen Anruf. Kein beständigendes, den immer kleiner werdenden Rest von doch nicht ganz Verfehltem an unser beider verfehltem Leben bestätigendes Wort. Höchstens gibt es noch Trauer über jedes nicht angesprochenen, jede nicht aufgebrachte (wegen Kraftmangel) liebe Wort, das die verweistung auf Augenblicke eindämmen konnte. “Du bist ein Engel” sagte einmal Leni zu mir. Meine Kraft reichte nicht, immer so zu sein, dass sie es öfters hätte sagen können.
Die Lage bei ihr war so ausweglos, dass sie einmal sagte: “Es gibt nur eine Lösung: die völlige Liquidation”. “Von mir selber” fügte sie langsam hinzu.
Da waren vor allem die Kinder. Immer noch frage ich mich ob Kinder wirklich nur dazu da sind, die Eltern auf den Tod zu warten u. Du, Bertelein, hast ? aus der Ferne ein schönes mildes Bild von all dem. Versehe nicht, mit Deinen Kindern zu leben.
Für Rebli habe ich das ? aufgemacht und ?. Ich ernte dafür, wenn es ihm selbst nicht gut geht, offenen Haus, geht es ihm gut: ? Und da bin ich ein ? Ich kann schweigen. Es grenzt so ein wenig an versteinerung.
Wollen wir mit dem Inventar fortfahren? Habe keine Angst um mich, Bertelein, wenn ich diesen Brief geschrieben haben werde, ist es ist es mir gewiss wieder etwas besser. Es liegt ja nur daran, dass ich nie, wie allein sein durfte, schon so lange Zeit, und desshalb mein Inneres nicht in Ordnung zu bringen vermochte.
Nelly hat versagt. Aber so total, so grauenhaft unbegreiflich, dass man nur annehmen kann, dass sie nicht ganz normal ist seit der grossen Reise. Sie ist einfach in den Ferien gefahren, rührt sich dort seit vielen Wochen nicht und hat uns, Balilla, ? und mich, in geradezu ? Situation im stich gelassen. Sie weiss dass unsere gemeinsame Sache brennend ist, uns sind weitgehend die Hände gebunden, da wir, Gacry und ich, noch in ? Stellung sind und Balilla bereits in einer neuen, wo er Tag und Nacht, buchstäblich, sich ? um zu organisieren und sich einzuarbeiten. Seine Frau u. Gracy helfen ihm jeden Tag bis Mitternacht und den ganzen Sonntag. Nelly, die allein von allen draussen ist und Zeit hat, hätte alles für das neue an die Hand nehmen und vorbereiten sollen, dabei uns helfen, wo sie konnte: nichts. Sie ist vollkommen ?. Wir wissen nicht einmal, ob sie noch mitmacht, ob wir auf ihre uns zugescherte Finanzierung rechnen können.
Daneben ist, dass mir nach 6 Jahren solcher Arbeit auf die ? Art gewürdigt worden ist, nur eine ? Farce. Für jeden anderen wäre es allein genug.
Da bleibt nur noch Balilla. Wenn er nicht wäre, wäre es schlimm. Und Craesy sit rührend. Eine bescheidene, grosse ?, die fähig ist, sich ganz hinzuzugeben.