Si tratta di una lettera scritta dai tre professori di italianistica, Reto Bezzola, Theophil Spoerri e Jakob Jud, in difesa delle accuse rivolte alla libreria “Zum Elsässer” dai servizi degli Alleati: essa infatti figura nella lista nera, poiché il proprietario Giovanni Rodio viene sospettato di avere dei contatti troppo stretti con i gerarchi fascisti. Di conseguenza Rodio ha difficoltà a procurarsi i libri provenienti dalle zone controllate dagli alleati, non potendo in questo modo soddisfare le esigenze della clientela, fra cui i ricercatori e le ricercatrici dell’Università zurighese.
Trascrizione:
Sie teilen uns mit, dass Ihre Firma auf der schwarzen Liste der Allierten figuriert und Sie deswegen mit dem Bezug von Büchern aus den von den Allierten kontrollierten Ländern Schwierigkeiten haben, die Ihnen die bisherige Belieferung Ihrer Kunden und namentlich der Hoch- und Mittelschulen verunmöglichen.
Wir bedauern dies ausserordentlich, da sich die Buchhandlung zum Elsässer, namentlich durch die 1940 – 42 gegründete Abteilung für fremdsprachliche Literatur und für romanistische wissenschaftliche Literatur aus allen Ländern grösste Verdienste erworben hat und eine empfindliche Lücke auf diesem Gebiet ausfüllte. Sie wissen ja, dass diese zuerst für das Italienische (Il Libro Italiano) ausgebaute, aber schon beim Beginn auch für die anderen Gebiete geplante und inzwischen zum Teil schon entwickelte Abteilung von Anfang an unsere wärmste Unterstützung erfahren hat.
Auf unsere Empfehlung hin stellten Sie als Leiterin und Mitarbeiterinnen der neuen, uns besonders interessierenden Abteilung drei unserer ehemaligen Studentinnen ein, Frau Dr. M. Amrein, Frl. Dr. N. Lauchenauer und Frl. A. Bally.
Der aufopfernden Tatkraft dieser drei Schweizerinnen, denen die Besitzer der Buchhandlung nicht ohne schwere finanzielle Opfer die Durchführung ihrer Aufgabe ermöglichten, die uns se am Herzen lag, ist es gelungen, in Zürich ein buchhändlerisches Kulturzentrum zu schaffen, das in seiner Art in der Schweiz einzig dasteht. Dem Studium der romanischen Sprachen und Literaturen wurde durch die Hemmung Ihrer Tätigkeit ein empfindlicher Schaden erwachsen. Der Aufbau und Ausbau der romanischen Abteilung gelang, nicht zuletzt auch durch die ständige Beratung der Zeitung mit uns als wissenschaftlichen Fachleuten, wobei unseren sämtlichen Anregungen immer anstandslos nachgelebt wurde.
Wir hoffen gerne als Schweizerbürger, Wissenschaftler und Professoren für romanische Sprachen und Literaturen an der Universität Zürich, dass Ihren Bemühungen gelinge, die betreffenden Amtsstellen der Allierten zu überzeugen, dass die von ihnen ergriffene Massnahme völlig unbegründet sei und sind gerne bereit, diesen Amtsstellen gegenüber jede gewünschte Auskunft über die Geschäftsführung dieser von Wissenschaftlich geschulten Schweizer Akademikerinnen geleiteten Buchhandlung zu geben.
